Der Papanicolaou (PAP) Test

Der Gebärmutterhalskrebs, auch Zervixkarzinom genannt, entsteht fast immer durch eine virale Infektion mit Humanen Papilloma Viren (HPV). Er stellt die weltweit zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen dar. Bei rechtzeitiger Erkennung könnte die Erkrankung fast zu 100% heilbar sein. Das Risiko im Verlauf des Lebens an einem Gebärmutterhalskrebs zu erkranken beträgt ohne regelmäßige Krebsvorsorgeabstriche bis zu 3%, wenn regelmäßige Krebsabstriche erfolgen läßt sich das Lebenszeitrisiko auf unter 0.5% senken.


Die HPV Impfung

Mit der Human Papilloma Virus (HPV)-Impfung besteht die Möglichkeit, das Risiko für eine Gebärmutterhalskrebs-Erkrankung zu verringern. Dabei ist der Nutzen dann besonders groß, wenn bereits vor dem ersten Geschlechtsverkehr geimpft wird, bevor es zu einer Infektion mit krebserregenden Typen von HP-Viren gekommen ist. Aber auch bei erwachsenen Frauen ist die Durchführung der Impfung empfehlenswert. HPV-Impfstoffe schützen gegen bestimmte Typen (Hochrisiko-Typen) der sexuell übertragbaren Humanen Papillomviren (HPV), die u.a. Krebsvorstufen und Krebserkrankungen am Gebärmutterhals hervorrufen können. Daneben ist ein Schutz gegen bestimmte Erreger von Genitalwarzen (Niedrigrisiko-Typen) möglich.


Brustkrebsfrüherkennung

Vom 45. bis zum 69. Lebensjahr werden in Österreich sozialversicherten Frauen alle 2 Jahre zu einer Früherkennungsmammographie eingeladen. Auf Wunsch kann man sich bereits ab dem 40. Lebensjahr bzw ab dem 70 Lebensjahr regelmäßig einladen lassen. Wenn das Brustgewebe weniger strahlendurchlässig ist (man spricht hier auch von "dichtem Brusdrüsengewebe"), dann führt die Radiologin / der Radiologe zusätzlichen Brustultraschall durch. Frauen, in deren Familie vermehrt Brust- und Eierstockkrebs vorkommt, und die dadurch ein erhöhtes Krebsrisiko in sich tragen, sollten ein spezielles Früherkennungsprogramm wahrnehmen das eine jährliche Kernspintomographie ("MRT") beinhaltet. Frauen, die selbst bereits an einem Brustkrebs erkankt waren, benötigen ebenfalls regelmäßige Brustuntersuchungen um ein Wiederkehren des Krebses möglichst früh zu erkennen.


Biopsie

Wenn beim Abtasten oder bei der Mammographie eine auffallende und möglicherweise bösartige Gewebeveränderung entdeckt wird, so wird in der Regel eine Gewebeprobe notwendig um die Diagnose zu sichern. Dazu ist aber meist keine große Operation nötig - in der Regel reicht ein kleiner Eingriff in lokaler Betäubung aus. Die Entnahme von Zellen oder Geweben aus einem verdächtigen Bereich nennt man Biopsie. Die entnommene Probe wird anschließend in spezialisierten Labors -feingeweblich unter dem Mikroskop untersucht und erlaubt dann eine eindeutige Diagnose.